Michael Klonovsky
Ihr Kandidat für den Bundestag

In den letzten Tagen durfte ich einige Fragenkataloge zur Bundestagswahl beantworten. Diese Interviews werden demnächst da und dort erscheinen (oder sind es bereits). Ich werde mir gestatten, einige davon hier zu veröffentlichen, als erstes meine Antworten auf die Fragen der Chemnitzer Fraueninitiativen/ Lila Villa, die an alle Chemnitzer Bundestagskandidaten gingen.

 

Wie stehen Sie zur paritätischen Besetzung/paritätischen Listen für den Bundestag?

Mich interessiert das Geschlecht eines Kandidaten nicht die Bohne, sondern ausschließlich dessen Kompetenz. Die These, dass nur Frauen die Interessen von Frauen vertreten könnten – und dann ja wohl nur Schwarze die von Schwarzen, nur Moslems die von Moslems, nur Homosexuelle die von Homosexuellen etc. pp. – halte ich für Bäuerinnenfängerei.

Wie könnte Ihrer Meinung nach die Frauenquote im Bundestag und in der Kommunalpolitik erhöht werden?

Siehe oben: Ich lehne Quoten ab.

Haben Sie Ideen, wie man die Lohnlücke schließen kann?

Löhne richten sich, zumindest in der Wirtschaft, nach Angebot und Nachfrage, und deswegen bekommen Frauen für die gleiche Arbeit ja vergleichbare Gehälter wie Männer. Wäre dem nicht so, wäre es ja sehr dumm von den Unternehmern, nicht ausschließlich die preiswerten Frauen zu beschäftigen. Bei staatlich finanzierten Jobs gehe ich davon aus, dass beide Geschlechter gleich bezahlt werden. Welche Lohnlücke meinen Sie?

Was würden Sie tun, um soziale Berufe aufzuwerten?

Bessere Bezahlung. Angesichts des Unsinns, den diese Regierung mit Steuergeldern treibt, bekäme ich Milliarden dafür zusammen.

Haben Sie Ideen, wie Care-Arbeit gerechter verteilt werden kann?

Wie innerfamiliär Lasten verteilt werden, sollen die Familien selber entscheiden.

Wie stehen Sie zum Ehegattensplitting?

Finde ich gut und richtig.

Finden Sie, dass Schwangerenberatung an kirchliche Träger gebunden sein sollte?

Nicht zwingend.

Wie ist Ihre Position zum Stillen in der Öffentlichkeit?

Kann man machen, muss man nicht machen.

Wie stehen Sie zu sexualisierter Werbung im öffentlichen Raum?

Mag ich. Mein über Jahrmillionen konditioniertes kleines Männergehirn findet einfach Gefallen an schönen weiblichen Konstrukten.

Wie stehen Sie zur Abschaffung des § 218 StGB (Illegalität des Schwangerschaftsabbruches) und damit einhergehend der Regelung, dass FrauenärtztInnen diese Leistung nicht explizit auf ihren Homepages aufführen dürfen (Werbevorwurf)?

Es gibt keinen „Abbruch“, sondern der Fötus wird getötet. Hier stehen zwei unvereinbare Ansprüche gegenüber. Wäre ich Moslem, hätte ich‘s einfach: Abtreibung ist Mord. Aber wie alle wirklichen Probleme ist auch dieses nicht lösbar. Ich will den Frauen keineswegs verbieten, sich für eine Abtreibung zu entscheiden. Ich will aber, dass sie sich ein Gewissen daraus machen.

Werbung für Abtreibungen finde ich pervers.

 

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