Michael Klonovsky
Ihr Kandidat für den Bundestag

Ich möchte Ihnen von Herzen für Ihr Vertrauen, Ihren Einsatz und Ihren frohen Mut beim Wahlkampf danken.

Es hat leider nicht gereicht. Von 39 Chemnitzer Wahlbezirken habe ich zwar 33 gewonnen, doch die Briefwahl, für welche die Altparteien in weiser Voraussicht kollektiv geworben hatten, brachte die Entscheidung.

Die Tatsache, dass 40 Prozent der Chemnitzer per Brief votiert haben – was im Bundestrend liegt; in Rheinland-Pfalz etwa stimmte jeder Zweite per Brief –, wirft die Frage auf, inwieweit die Wahlen noch grundgesetzkonform sind.

Bei der Briefwahl gibt es weder Urne noch Kabine. Bei der Wahlentscheidung kann durchaus sanfter Druck ausgeübt werden, etwa durch Altpartei-Emissäre in Seniorenheimen. Die Briefwahl ist nicht nur fehler- und manipulationsanfällig, sie verletzt auch den Grundsatz, dass eine Wahl an einen Termin gebunden ist.

Die Freie Presse kommentierte am Morgen danach:

Man kann die Sache auch anders interpretieren: Ein in Chemnitz unbekannter, lokal nicht verankerter und leicht exotischer „Anti-Bewerber“ hat 22 Prozent der Stimmen eingefahren. Kandidaten wie er lassen sich weder dämonisieren noch für dumm erklären. Sie stellen das Mediengerücht in Frage, die AfD sei eine extreme und nicht vorzeigbare Partei. Würde er bekannter, hielte er Kontakt zur Stadt und kandidierte in vier Jahren wieder, wenn die SPD so abgewirtschaftet hat wie jetzt die CDU … – nun, wir werden sehen.

Was meine „desinteressierte Attitüde“ angeht: Es war diese Rede, die ich beim Wahlkampfabschluss hielt. Ich sprach über die globalistische Klasse und trug die Ansicht vor, dass dieser Feind in Chemnitz nicht fassbar sei, weshalb ich für den Bundestag kandidierte, den ich als unseren letzten Verteidigungsring im Kampf gegen die globalistische Krake bezeichne, deren Tentakeln sich derzeit um die europäischen Nationen und ihre Staaten legen. Vielleicht muss ein Lokalreporter in einer Wahlkampfveranstaltung ja jeden Gegenstand, der außerhalb seines territorialen Laufställchens liegt, als deplatziert empfinden, aber hätte ich vor dem Klimawandel gewarnt oder das Ende der Abholzung der Regenwälder gefordert, wäre die Unterstellung einer „an Chemnitz desinteressierten Attitüte“ mit Gewissheit ausgeblieben. Im Übrigen und am Rande: Ich habe ich mich mein Desinteresse an Chemnitz einiges kosten lassen. Mitunter muss man sich Desinteresse leisten können. – –

Einen Kommentar zur Bundestagswahl im Ganzen kann ich mir sparen, weil diese Karikatur alles bestens zusammenfasst:

Auf Wiedersehen Chemnitz!

 

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