Auf die denkbar kürzeste und zugleich fairste Weise – jeder erhält vier Minuten zum Beantworten derselben Fragen – gibt der MDR allen sächsischen Kandidaten für den nächsten Bundestag die Möglichkeit, sich vorzustellen. Meine Antworten finden Sie hier.

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Gestern Straßenwahlkampf in der Chemnitzer Innenstadt. Ein Gast aus Bayern wundert sich, dass weder Polizei noch Antifa zu sehen sind. Wer auf die rituellen Abscheubekundungen wartet, muss sich lange gedulden. Es gibt derer insgesamt zwei, in beiden Fällen handelt es sich biodeutsche Jünglinge; der eine zeigt vorbeiradelnd den Rosenölfinger, der andere schreit beim Vorübereilen: Verpisst euch, ihr Scheiß-Jud… – nein, quatsch, er hat bestimmt Nazis gerufen. Es war nicht ganz klar zu verstehen, denn er trug eine FFP2-Maske, auf einem öffentlichen Platz, und sein mittelfingerreckender Milchbruder hatte sich den Dressurnachweis sogar fürs Radfahren über Mund und Nase gezogen. Ich vermute…

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War die Flutkatastrophe in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz vor allem eine Folge des Klimawandels, oder gab es andere, menschengemachte Gründe, etwa Flussbegradigungen und Siedlungsbau in ehemaligen Flussbetten? Diese Bilder könnten aufschlussreich sein: Gleichwohl sind wir alle aufgefordert, an den Katechismus der Weltklimakirche zu glauben, der da lautet: Erstens: Jedes Extremwetterereignis ist auf den Klimawandel zurückzuführen. Zweitens: Der Klimawandel resultiert aus menschlichen Tätigkeiten. Drittens: Der Klimawandel ist hochgefährlich und ausschließlich mit Nachteilen verbunden, weshalb zu seiner Bekämpfung extreme Mittel wie die Abschaffung der Industrie und der individuellen Mobilität nötig sind. Viertens: Es gibt eine sogenannte Menschheit, die imstande ist, sich global…

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Was sind eigentlich die Chemnitzer Linken für Leute? Die Frage steht besonders seit der gestern vom SPD-Bürgermeister verhinderten Nichtwahl einer Linken zur Kulturbürgermeisterin im Raum. Die Linke ist übrigens nicht die Nachfolgepartei der SED, sondern sie ist rechtsidentisch mit der SED. Die Linke ist die SED. Und daraus machen viele der dort versammelten Genossen kein Hehl. Etwa hier: Der „unvergessene“ Unteroffizier wollte einen Grenzdurchbruch verhindern – das immerhin stimmt. Der Grenzdurchbruch geschah am 23. Mai 1962 am Berlin-Spandauer Schiffahrtskanal. Der Grenzdurchbrecher war ein 14-jähriger Erfurter Schüler namens Wilfried Tews, der versuchte, über den Kanal in den Westen zu fliehen. Insgesamt…

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Von Walter Ulbricht stammt die Maxime: „Wir müssen alles unter Kontrolle haben, aber es muss demokratisch aussehen.“ Für alle, die es nicht mehr wissen: Der DDR-Staatschef führte eine Koalition aus Sozialdemokraten und Kommunisten, genannt SED, heute Linkspartei. Die Sozialdemokraten waren in diese Vereinigung gezwungen worden. Heute agieren SPD und Linke in Chemnitz wieder so vereint wie zu DDR-Zeiten, nur ohne Zwang. Und die Mühe, alles möge demokratisch aussehen, wollen sie sich auch nicht unbedingt machen. Mittwochnachmittag endete im Stadtrat die Wahl eines neuen Bürgermeisters für Bildung, Soziales, Jugend, Kultur und Sport ohne Ergebnis: Die letzten beiden verbliebenen Bewerber, die Chemnitzer…

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Vor ein paar Tagen kündigte ich in meinem Netz-Tagebuch und hier auf meiner Wahlkampfwebseite an, dass ich am 29. Juni mit Marco Wanderwitz, dem Ostbeauftragten der Bundesregierung, auf Einladung der Seniorenunion Chemnitz öffentlich diskutieren werde. Wer nicht zum Bürgerdialog in Chemnitz-Einsiedel erschien, war der Herr Wanderwitz. Ungefähr zwei Stunden vor Beginn sagte er ab – wegen angeblich drohender Gewitter. Es wäre ohnehin erstaunlich gewesen, wenn der Mann sich einem offenen Gespräch hätte stellen wollte. Aus diesem Grund hatte die Seniorenunion mich als Überraschungsgast vorgesehen, was mir leider nicht mitgeteilt wurde; ich hätte also meinen Auftritt gar nicht öffentlich ankündigen dürfen.…

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Wieder einmal ist es geschehen. Ein Asylbewerber hat in Würzburg mit einem Messer auf Passanten eingestochen. Drei Menschen sind tot, fünf schwer verletzt. Der Mörder kam 2015 – im Jahr des „freundlichen Gesichts der Kanzlerin“ – aus Somalia nach Deutschland. Bei seinen Taten stieß er den Kampfruf „Allahu akbar!“ aus, in seiner Unterkunft fand die Polizei Propagandaschriften des IS. Seitdem rätseln führende deutsche Zeitungen über das Tatmotiv. Wie immer in solchen Fällen werden „psychische Probleme“ ins Rennen geschickt. „Das Problem hinter der Straftat eines Migranten ist die politische Verantwortung dafür“, brachte der ehemalige Verfassungsschutzchef Hans-Georg Maaßen die Sache auf den…

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